Grand Hand hat kein Vorrecht

Der Spieler in Mittelhand sagt Grand Hand an und verlangt Spielbeginn, ohne erst Vorhand gereizt zu haben. Vorhand hat ein Kreuzhandspiel ohne vier Spitzen und hätte bis 72 halten können. Geht der Grand Hand von Mittelhand vor?

Nach der Skatordnung erhält der Spieler das Spiel, der zuletzt den höchsten Reizwert gehalten hat. Das Reizen ist also die Regel. Auch bei einer sofortigen Ansage von Grand Hand, die das Reizen abkürzen soll, kann von den Gegenspielern gefordert werden, daß ordnungsgemäß gereizt wird. Im vorliegenden Fall hätte Vorhand dies verlangen müssen. Hätte sich dabei ergeben, daß Mittelhand nur einen einfachen Grand Hand bis zum Reizwert von 72 in der Hand hat, so hätte Vorhand diesen Wert halten können und wäre damit zum Alleinspieler geworden.