Reizwert bei Spielerhöhung

Der Alleinspieler hat das Spiel bei einem Reizwert von 40 bekommen und sagt ein Pikspiel an, nachdem er den Skat aufgenommen und wieder zwei Karten gedrückt hat. Bevor ausgespielt wird, erklärt er jedoch, das Spiel erhöhen zu wollen, wechselt den Skat noch einmal aus und legt seine Karten zu einem Null ouvert aus, bei dem er auch keinen Stich erhält. Ein aufmerksamer Mitspieler stellt nach dem 10. Stich fest, daß der Alleinspieler keinen Buben in seiner Karte hatte. Bei dem ursprünglich angesagten Pikspiel wäre das Pik-As der höchste Trumpf des Alleinspielers gewesen. War der Alleinspieler berechtigt, anstelle des Pikspiels Null ouvert anzusagen?

Das Pikspiel ohne Vieren hatte einen Spielwert von 55; der Null ouvert dagegen hat nur einen Spielwert von 46. Dem Alleinspieler war daher das ursprünglich angesagte Pikspiel mit 110 Minuspunkten anzuschreiben (ohne Vieren, Spiel 5 x 11 = 55; verloren 110). Hätte der Alleinspieler aber den Karo-Buben besessen, so wäre eine Spielerhöhung von Pik ohne Dreien (4 x 11 = 44) auf Null ouvert ohne weiteres statthaft gewesen.