Eine strittige Spielabkürzung?

Bei einem Skatturnier hatte ich ein absolut sicheres Spiel in der Hand. Um dieses Spiel abzukürzen, legte ich die letzten zwei Karten, auf die ich in jedem Falle beide Stiche machen mußte, gleichzeitig auf den Tisch. Daraufhin wurde das Spiel für mich als verloren gewertet, und zwar mit der Begründung, ich hätte mit dem gleichzeitigen Ausspielen zweier Karten falsch ausgespielt. Wie entscheidet das Skatgericht?

Die Skatordnung besagt zwar, daß grundsätzlich jedes Spiel zu Ende gespielt werden sollte, läßt aber zugleich die Möglichkeit offen, die letzten Karten aus Gründen der Spielabkürzung gleichzeitig aufzulegen. Geht jedoch von den aufgelegten Karten noch ein Stich verloren, so gehören nach der Skatordnung alle Reststiche dem Gegner.

Das war jedoch in dem geschilderten Spiel nicht der Fall. Mit der getroffenen Entscheidung wurde der Alleinspieler benachteiligt. Das angeführte Argument gegen den Alleinspieler ist eine Spitzfindigkeit und hat mit einem sportlich fairen Skatspiel nichts zu tun.