Umschriebenes Reizgebot

Im Verlauf des Reizens sagt Mittelhand "Null Hand", worauf Vorhand und Hinterhand passen. Mittelhand besieht den Skat, drückt zwei Karten und sagt Grand an. Die Gegenspieler erklären das Spiel für den Alleinspieler verloren, mit der Begründung, er habe Null Hand angesagt und müsse daher auch Null Hand spielen. Wie ist die Rechtslage?

Mittelhand war sowohl zur Skataufnahme als auch zur Durchführung eines anderen Spiels als Null Hand berechtigt. Das Gebot "Null Hand" während des Reizens ist nicht einer Spielansage gleichzusetzen, sondern ist das umschriebene Reizgebot für 35. Diese Art des Reizens ist nicht verboten. Hätte Vorhand bei Null Hand nicht gepaßt, hätte Mittelhand auch berechtigterweise das Reizen mit 36 fortsetzen können.